Freitag, 31. Juli 2009

Rassistisches Produkt und Werbekampagne von Unilever/Eskimo

Derzeit gehen in Österreich die Wogen hoch: Eskimo* bewirbt derzeit grossflächig eine neue Eiskreation: "Cremissimo à la Mohr im Hemd" mit dem Slogan "I will M*". Zurecht folgte darauf Protest mit der Forderung, die Kampagne zu stoppen, das Eis umzubenennen - aber auch generell der Mehlspeise jenseits vom Eis einen neuen Namen zu geben (etwa "Schokovulkan mit Schlag"). Letzteres passierte teilweise in jüngerer Vergangenheit durch AktivistInnen, die bei Speisekarten entsprechende Veränderungen eigenhändig durchführten. Unilever hat nun die Werbekampagne gestoppt, weigert sich aber bis dato, den Namen des Produkts zu ändern.
Durch den Protest fühlten sich offensichtlich viele "stolze ÖsterreicherInnen" angegriffen: Es folgte eine Flut an rassistischen LeserInnenbriefen und Emails. Eine zentrale Rolle nehmen Simon Inou und Afrikanet.info ein, dort sind auch Medienberichte und Emails dokumentiert (eine kleine Auswahl):
M* im Hemd und die rassistische Paranoia mancher "Österreicher"
Kurier: Wenn alte Worte neues Leid bringen

* Dass "Eskimo" selber ein rassistischer Begriff ist, verdeutlicht, wie Unilever mit rassistischer Sprache umgeht.

Montag, 13. Juli 2009

Gedenkveranstaltung zum 6. Todestag von Seibane Wague

Am 15. Juli dieses Jahres jährt sich zum sechsten Mal der Tod von Seibane Wague. Am Dienstag, 14. Juli um 18:00 im Stadtpark, am Ort des ehemaligen Afrika-Kulturdorfs, findet eine Gedenkveranstaltung statt.
http://no-racism.net/article/3007

Dienstag, 9. Juni 2009

Termintipp: 1. Juli 2009 Antirassistische Vernetzung in Wien

Alle Interessierten sind eingeladen am: Mittwoch, 1. Juli 2009, 19 Uhr im WIK Vernetzungsbüro, Margaretengürtel 96/4, 1050 Wien

Aufruf und Einladung zu antirassistischer Vernetzung und Tat
Seit längerem gibt es wieder verstärkt das Bedürfnis nach beständiger antirassistischer Vernetzung, wo sich Menschen aus verschiedenen Zusammenhängen, Organisationen und Gruppen, sowie Einzelpersonen treffen, austauschen, Fragen des aktuellen Antirassimus besprechen und Ideen in das Politische Umsetzung finden. Ein regelmäßiges Vernetzungstreffen ist in Entstehung und nimmt inhaltlich Gestalt an.

Bei einem nächsten Treffen am kommenden Mittwoch soll neben der Möglichkeit zur Vernetzung, über eine konkrete, längerfristige Kampagne diskutiert werden. Die Kampagne soll antirassistische Arbeit an einem Themenfeld konzentrieren und dieses über einen Zeitraum verstärkt in die Öffentlichkeit tragen.

Der Themenvorschlag aus dem letzten Treffen für solch eine Kampagne ist staatliche, (strukturelle), rassistisch motivierte Gewalt: rassistische Gesetzgebungen, welche von einer zudem noch rassistisch handelnden Staatspolizei ausgeführt wird, Menschen nach Stereotypen aus der Masse selektiert und ständig der besonderen Kontrollen und Schikane aussetzt, aus öffentlichen Räumen (z.B. Parks) systematisch vertreibt; von Polizei-Razzien in Wohnräumen, wo die Hetze gegen die "kriminellen Ausländer" zur realen Bedrohung für Menschen wird, bis hin zu Folter und Mord durch rassistisch motivierte Polizei, die wiederum vom Gesetz geschützt ist...

Das Themenfeld rassistischer Staatsgewalt ist groß. Worauf bei einer Kampagne besonderes Augenmerk gelegt werden soll, wie sie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereiche getragen werden kann, wie lange sie dauern soll usw. soll beim nächsten Treffen näher besprochen werden. Dazu bedarf es Menschen, die sich an solch einem Prozess beteiligen, ihre Erfahrung, Ideen einbringen.

Alle sind herzlich dazu eingeladen beim nächsten Treffen teilzunehmen, die antirassistische Vernetzung mit zu gestalten. Der Vorschlag einer Kampagne soll nicht andere Ideen ausschließen, diese sind ebenso willkommen. Auch versteht sich die Vernetzung als ein Ort des antirassistischen Kennenlernens, in einem solidarischen Umgang miteinander sowie in einem basisdemokratisch Grundkonsens.


Das nächste Treffen ist:
Mittwoch, 1. Juli 2009, 19.00 Uhr
im WIK Vernetzungsbüro
Margaretengürtel 96, 1050 Wien

Mittwoch, 20. Mai 2009

28. Mai: Buchpräsentation und Diskussion

Wir laden ein zur

Buchpräsentation und Diskussion
von "Ohne Aufenthaltstitel"

am 28.5. 2009 um 19.00 in der Lindengasse 40, 1070 Wien

Donnerstag, 30. April 2009

1. Mai 2009: Demonstration im Gedenken an Marcus Omofuma und andere betroffene v. rassistischer Polizeigewalt

Morgen am 1. Mai (Freitag) wird eine Kundgebung mit anschließender Demonstration unter dem Slogan "Mord verjährt nicht - Erster Mai 2009 – zehn Jahre danach" stattfinden. Startpunkt ist 14 Uhr beim Marcus Omofuma Stein/Museumsquartier, die Demo zieht anschließend durch die Innenstadt und endet im Stadtpark, wo Cheibani Wague getötet wurde.
Im Rahmen der Kundgebung beim Marcus Omofuma Stein wird die Broschüre "Ohne Aufenthaltstitel" erwerbbar sein, wir werden mit Büchertisch dort sein.

Wir rufen dazu auf, an der Kundgebung und Demonstration zahlreich teilzunehmen!